Eine aufgeklärte, liberale Patchwork-Familie fragt sich nahezu
fassungslos, was bei ihr schiefgelaufen sein könnte.
Mit viel Humor und spitzfindigen Dialogen gelingt Regisseurin Eva Spreitzhofer und ihrem grandiosen Ensemble eine herrlich bissige Gesellschaftskomödie über Toleranz und ihre Grenzen.

Womit haben wir das verdient?

Für die Wienerin Wanda, überzeugte Atheistin und Feministin, wird
ihr schlimmster Albtraum wahr, als ihre Teenagertochter Nina
zum Islam konvertiert, von nun an Fatima heißen und Schleier
tragen möchte. Wandas wunderbare Welt des besseren Wissens
steht Kopf. Sie wünscht sich die Zeit zurück, als ihre einzigen
Probleme im Komasaufen und Kiffen bestanden. Plötzlich dreht
sich alles um die Frage: Wie bringt man das Mädchen zur Vernunft?
So ernst meint es Nina plötzlich mit der Religion, dass es selbst
die echten Muslime mit der Angst bekommen. Und so findet
Wanda eine unwahrscheinliche Mitstreiterin in der Muslima
Hanife, der Mutter von Ninas Freundin Maryam, die für Frauen-
rechte im Islam kämpft und Ninas Radikal-Religionskur für
einen schlechten Einfluss auf ihre Tochter hält.
Als wäre das alles nicht genug, muss ihr Ex-Mann ausgerechnet
jetzt noch einmal Vater werden – doch damit lässt sich leben.
Denn Wanda war immer liberal, aufgeklärt und irgendwie super.
Aber wenn die eigene Tochter plötzlich keinen Schweinebraten
mehr mag, im Burkini schwimmen geht und fünfmal täglich die
Gebetsmühle anwirft, droht bei ihr der multikulturelle Gedulds-
faden zu reißen. Muss man denn wirklich alles akzeptieren?

Komödie | FSK o. A. | 92 Min

*filmtipp | 16. - 22. Mai

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